Die Arbeitswelt steht unter Druck: 56 Prozent der Beschäftigten nennen Bürokratie als größte wirtschaftliche Herausforderung, 60 Prozent erwarten steigende psychische Belastungen. Zugleich zeigt die Befragung, was Stabilität schafft: 90 Prozent stimmen zu, dass Prävention Unternehmen stärkt und die Krisenfestigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland erhöht.
Die Kernbefunde 2026
Worauf Betriebe vorbereitet sind, was Beschäftigte erwarten, und warum Prävention der Schlüssel zur Krisenfestigkeit ist.
Fünf Kapitel zum Erkunden
Jedes Kapitel bündelt seine Grafiken auf einer eigenen Seite, mit Branchen- und Größenvergleich direkt in den Grafiken.
Wie es den Unternehmen geht
64 Prozent der Erwerbstätigen bewerten die wirtschaftliche Situation ihres Unternehmens als gut oder sehr gut, doch zwischen den Branchen liegen Welten. Als größte Herausforderungen gelten Bürokratie, Fachkräftemangel und steigende Kosten.
Zum Kapitel: Wirtschaftliche Lage →Was den Arbeitsalltag belastet
Stolpern, Rutschen und Stürzen bleibt das häufigste Unfallrisiko, doch gleich dahinter folgen Bedrohungen und Gewalt. Die größte alltägliche Belastung entsteht durch die Arbeitsorganisation, der stärkste Unfalltreiber ist Zeitdruck.
Zum Kapitel: Risiken & Belastungen →Sicher und gesund arbeiten
Ersthelfende, Sicherheitsbeauftragte, Gefährdungsbeurteilungen: Die Strukturen des Arbeitsschutzes sind breit verankert, aber stark von der Unternehmensgröße abhängig. Das stärkste Motiv der Führungskräfte: Beschäftigte sollen gesund bis zur Rente arbeiten können.
Zum Kapitel: Prävention →Vorbereitet auf den Ernstfall?
Auf Pandemien und Brände fühlen sich die meisten Betriebe gut vorbereitet, bei Stromausfällen und Naturkatastrophen wird es dünn. Und: Je kleiner das Unternehmen, desto seltener gibt es überhaupt Vorkehrungen. 89 Prozent halten Präventionsmaßnahmen für wichtig, um für Krisen gewappnet zu sein.
Zum Kapitel: Krisenresilienz →Was auf die Beschäftigten zukommt
Psychische Belastung ist das Zukunftsrisiko Nummer eins, gefolgt von alternden Belegschaften und Cyberangriffen. Zwei Drittel können sich vorstellen, bis zur Rente durchzuhalten, in Gesundheits- und Bildungsberufen deutlich weniger.
Zum Kapitel: Zukunft der Arbeitswelt →Daten & Methodik
- Datensatz
- DGUV Barometer Arbeitswelt 2026 | Krisenresilienz
- Erhebung
- forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH, Online-Befragung im Panel forsa.omninet
- Zeitraum
- 6. bis 19. Februar 2026
- Basis
- 2.015 Erwerbstätige in Unternehmen ab zwei Mitarbeitenden, darunter 544 Führungskräfte; Fehlertoleranz +/- 2,5 Prozentpunkte
- Quelle
- publikationen.dguv.de, Ausgabe März 2026